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Der saure Bock und der Papst
Bereits im 13. Jahrhundert exportierte die Hansestadt Einbeck in Niedersachsen obergäriges Bier bis nach Italien. Es war als Luxusware bekannt und um es für den Transport haltbar zu machen, braute man es mit einer sehr hohen Stammwürze, was einen hohen Alkoholgehalt zur Folge hatte. Auch München liess sich spätestens ab 1550 mit dem Einbecker Bier beliefern, doch auf Dauer wurde das dem Herzog von Bayern zu teuer und er beschloss, ein eigenes Brauhaus (das „Braune Brauhaus“ in München) bauen zu lassen, um Bier nach Einbecker Art selbst zu brauen. Ab 1592 wurde der Betrieb aufgenommen, doch das Bier konnte mit dem Einbecker Original nicht mithalten. Darum warb man einen Einbecker Braumeister an das Braune Hofbräuhaus ab, der 1614 das erste Bier ainpockhischer Art in München braute. Im Laufe der Zeit entwickelte sich daraus in der Münchner Mundart der Begriff „Bockbier“.

Das Bockbier hatte aber auch in der Geschichte der Klöster eine grosse Bedeutung: 1627 kamen die Paulanermönche von Italien nach München und begannen wenige Jahre später mit der Bierproduktion. 
Zum Namenstag des heiligen Franz von Paula brauten sie einen Doppeltrunk (Doppelbock). Dieses sehr stark eingebraute Bier half ihnen auch die Fastenzeit leichter zu überstehen. Um Starkbier in den Klöstern brauen zu können, bedurfte es aber einer kirchlichen Genehmigung. Um dem Papst einen Eindruck von dieser Köstlichkeit zu vermitteln, schickte man ihm ein Fässchen davon, das aber nach dem langen Transport sauer ankam. Gräulich wie er den Trunk fand, fürchtete er nicht um das Seelenheil seiner Brüder und erteilte die gewünschte Braugenehmigung.

Alle Bockbiere besitzen einen Stammwürzegehalt von mindestens 16%, Doppelbockbiere sogar über 18% (daraus resultiert ein Alkoholgehalt von 6 bis über 8% Vol). Obwohl der grösste Teil untergärig ist, gibt es auch obergärige Varianten wie den Weizenbock oder den Weizendoppelbock. Beim Eisbock, 1890 durch Zufall erfunden, wird dem Bockbier ein Teil des Wassers durch Gefrieren entzogen, was zu einer weiteren starken Erhöhung des Alkoholgehalts führt. Bockbiere sind schwer, würzig, malzig und von goldgelber bis dunkelbrauner Farbe.



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