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Weissbier/Weizenbier
Es ist anzunehmen, dass das Weizenbier in seiner Ur-Form die wohl älteste Biersorte ist, seine Spuren reichen bis zu den Ägyptern einige tausend Jahre vor Christus: Sie liessen halbfertig gebackene Brote mit Wasser vergären und erhielten so eine Art Bier. Da schon damals zum Brotbacken vorwiegend weizenähnliches Getreide verwendet wurde und die Gärung bei obergärigen Temperaturen (um die 20°C) mit wilden Hefen vonstatten ging, könnte man dieses Bier als Vorgänger des Weizenbieres bezeichnen.

Schon vor dem Erlass des bayrischen Reinheitsgebotes von 1516, das zum Bierbrauen nur die Zutaten Wasser, Hopfen und Gerste erlaubte, wurde das Brauen mit Weizen teilweise verboten. Dies hatte seinen Grund einerseits darin, dass man den Weizen für die Brotherstellung nutzen sollte, andererseits standen aber auch wirtschaftliche Interessen dahinter. 1567 verbot man das Brauen mit Weizen in ganz Bayern, weil zu viel davon verbraut wurde, einzig die Herren von Degenberg in Schwarzach erhielten das alleinige Recht dazu. Als 1602 dieses Geschlecht ausstarb, fielen die Rechte auf das bayrische Herzoghaus. Damit nahm der Siegeszug des Weizenbieres seinen Anfang: Brauereien wurden gebaut und durch das Monopol konnte man zeitweise bis zu 50% der bayrischen Staatseinnahmen finanzieren! 
Erst als Mitte des 18. Jahrhunderts die Qualität des Braunbieres an die des Weizenbieres heranzureichen vermochte und die Weizenbiernachfrage sank, wurde 1798 das Monopolrecht aufgehoben. Der Konsum ging weiter stark zurück, bis 1965 die Renaissance des Weissbieres einsetzte, die dazu führte, dass es heute wieder zur stärksten bayrischen Biersorte zählt.

Weissbier=Weizenbier: Ursprünglich diente der Name „Weissbier“ nur zur Unterscheidung der Farbe und hatte nichts mit dem verwendeten Malz zu tun. Während man für dunkle Biere ausschliesslich Gerstenmalz verwendete, braute man helle Biere mit Gerste oder Weizen. Erst anfangs des 16. Jahrhunderts wurde in Bayern das Weissbier zum Synonym für Weizenbier und zwar unabhängig, ob es sich dabei um ein dunkles oder helles Bier handelt. Eine andere Erklärung für den Namen „Weissbier“ könnte von der verwendeten obergärigen Hefe stammen: bei der Gärung steigt sie nach oben und bildet dort eine weisse Schicht. Bei untergärigen Bieren hingegen sinkt die Hefe an den Boden des Gärbehälters.

Weizen- oder Weissbiere bestehen aus mindestens 50% Weizenmalz, sind kohlensäurereich, leicht gehopft, besitzen ein typisch fruchtiges Aroma und werden (bis auf das „Kristallweizen") naturtrüb ausgeschenkt. Es gibt sie von hellblond bis tiefschwarz (das „schwarze Weisse“), mit Stammwürzen typisch von 12 bis 14% aber auch als Bock (min. 16% Stammwürze) oder als Doppelbock (min. 18% Stammwürze).



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